01.März.2010 - Bericht von Volker Kruschenski
Im natürlichen Lebensraum von Baumvogelspinnen der Gattung Poecilotheria auf Sri Lanka
Es war schon immer ein Wunsch von mir eine Poecilotheria spp. im natürlichen Habitat zu beobachten und zu fotografieren.
Bei unserem letzten Sri Lanka Urlaub vom 09.01.2010 bis 31.01.2010 gingen wir auf die Suche nach Baumvogelspinnen der Gattung Poecilotheria. Jeder Vogelspinnnenhalter der eine Poecilotheria spp. in seinem Spinnenregal pflegt, weiß das man die Spinnen selbst im Terrarium nicht täglich zu Gesicht bekommt. Man kann sich vorstellen das die Suche im natürlichen Lebensraum nicht einfach werden würde. Die Spinnen leben sehr versteckt in Baumspalten, -höhlen und Astlöchern. Ohne ein genaues Habitat zu kennen ist die Suche nach den Tieren fast aussichtslos. Ein Arbeitskollege von mir besuchte in der gleichen Zeit seine Familie in Kandy. Da er diesmal früher wie ich in Sri Lanka war und dort aufgewachsen ist, bat ich ihn nach einer Poecilotheria spp. Ausschau zu halten. Er wurde tatsächlich in einem kleinen Waldgebiet in der Nähe von Kandy fündig und konnte sogar ein Foto von der Spinne machen. Als wir uns am Flughafen in Colombo trafen, erzählte er mir das er "meine" Spinne gefunden hätte und zeigte mir das Foto. Ich hatte mit einer Poecilotheria fasciata gerechnet und konnte es kaum glauben was ich auf den Foto erkennen konnte. Es war eine adulte 0.1 Poecilotheria spec. lowland/bara. Gleich am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg in das Waldgebiet um die Spinne zu finden. Leider war die Poecilotheria spec. lowland/bara. wieder in ihrer Baumhöhle verschwunden, aber wir konnten außerhalb der Wohnröhre eine Exuvie der alten Haut entdecken.
Am einfachsten fanden wir Gespinnste von Poecilotheria pederseni in der Nähe vom Yala Nationlpark. Wir hatten sogar das Glück in unserem Hotel im Personalbadezimmer einen adulten Bock zu finden.
Im botanischen Garten von Hakgala fanden wir ebenfalls einen Unterschlupf von Poecilotheria subfusca. Leider konnten wir die Spinne nicht sehen, ihre Gespinnst führte direkt in eine Baumhöhle. In den meisten Baumhöhlen fanden wir Ruderfrösche und meine Freundin sogar überraschend eine Schlange.
Danksagung:
Danken möchte ich meiner Freundin Kerstin Harport, Nihal Kniesick, Henrik Krehenwinkel, Martin Huber und der Vogelspinnen IG Esslingen, ohne deren Mitwirkung und Hilfe ich keine Poecilotheria spp. gefunden hätte.
Bericht: Volker Kruschenski
